Knapper geht’s fast nicht!
Dritter Platz, großes Herz, klare Entwicklung – Die FC-Reserve blickt auf das Jahr 2025 zurück
Ein weiteres Jahr liegt hinter uns und der Jahreswechsel ist vollzogen. Damit ist auch klar, was nun folgt: Der alljährliche Rückblick auf das vergangene Jahr der II. Herrenmannschaft des FC Hagen/Uthlede steht wieder an. Und ohne zu viel vorwegzunehmen, so knapp mit dem langersehnten Aufstieg in die Bezirksliga, war’s lange nicht mehr. Starten wir zunächst in der ersten Jahreshälfte, in der Rückserie der Saison 2024/25.
Die erste Jahreshälfte begann für unsere Mannschaft äußerst vielversprechend. Bereits in der Vorbereitung präsentierte sich das Team in guter Form und konnte aus sechs Testspielen starke fünf Siege einfahren. Diese Ergebnisse sorgten für Optimismus und ließen auf einen erfolgreichen Saisonverlauf hoffen.
Der anschließende Ligastart verlief jedoch nicht ganz nach Plan. Zum Auftakt gegen den direkten Konkurrenten um den Relegationsplatz, den FC Geestland, kam man trotz spielerischer Überlegenheit im Heimspiel nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus. Auch im darauffolgenden Heimspiel gegen den FC Hemmor (1:2) gelang es nicht, den eigentlich eingeplanten Pflichtsieg einzufahren. Diese beiden Spiele kosteten wichtige Punkte, obwohl deutlich mehr möglich gewesen wäre.
Nach diesem etwas holprigen Start zeigte die Mannschaft jedoch eine starke Reaktion. Das Team fand zu seiner Form zurück und konnte die nächsten fünf Ligaspiele (TSV Altenbruch (2:1), TSV Otterndorf (3:1), TSV Lamstedt (5:0), TSV Wehden (4:0) und TSV Hollen-Nord (2:1)) allesamt für sich entscheiden – teilweise auch gegen direkte Konkurrenten im oberen Tabellenbereich. Dieser erfolgreiche Lauf sorgte dafür, dass wir uns wieder stabil in der Spitzengruppe der Tabelle festsetzten.
Auch in den verbleibenden sechs Saisonspielen zeigte sich insgesamt ein positives Bild. Vier dieser Begegnungen konnten gewonnen werden, lediglich zwei Niederlagen mussten hingenommen werden. Die erste davon erfolgte gegen den souveränen Aufsteiger TSV Altenwalde (1:2) und war angesichts der Stärke des Gegners durchaus vertretbar. Schwerer wog hingegen die Niederlage gegen die SG FAW (0:1), da sich diese verlorenen drei Punkte im weiteren Saisonverlauf als besonders schmerzhaft erweisen sollten.
So blieb es bis zum letzten Spieltag spannend im Kampf um den Relegationsplatz. Am Ende lief alles auf ein direktes Duell mit dem FC Geestland hinaus. Die Ausgangslage war klar: Geestland durfte nicht gewinnen, während wir auf einen eigenen Sieg angewiesen waren. Unsere Mannschaft erfüllte ihre Aufgabe und fuhr den benötigten Sieg beim Duhner SC (1:2) ein. Parallel dazu stand es im Spiel von Geestland lange Zeit nur unentschieden, sodass der Relegationsplatz zum Greifen nah schien.
Doch kurz vor Schluss gelang es dem FC Geestland, den entscheidenden Führungstreffer zu erzielen. Damit rutschten wir am Ende auf den dritten Tabellenplatz und verpassten den Relegationsrang denkbar knapp. Entsprechend groß war die Enttäuschung nach dem letzten Spieltag. Dennoch überwog bei aller Ernüchterung auch der Stolz auf das Geleistete: Insgesamt konnten wir auf eine sehr gute Saisonleistung zurückblicken, in der die Mannschaft Moral, Zusammenhalt und sportliche Qualität unter Beweis stellte. Die zuvor liegen gelassenen Punkte gegen die SG FAW und den FC Hemmor taten zwar doppelt weh, schmälerten jedoch nicht den insgesamt positiven Eindruck dieser Saison.
Damit beendeten wir die Saison auf dem dritten Tabellenplatz mit 61 Punkten und einem Torverhältnis von 77:39. Dabei konnten 19 Siege, 7 Niederlagen und 4 Unentschieden verbucht werden.
Verabschieden durften wir zum Ende der Saison: Jannis Bühring, Florian Fielbrandt (beide SG WDB), Carsten Steilen (eigene 3. Herren) und Paul Kühnemund (zurück zur SG Landwürden) und Co-Trainer Jan-Eric Korten (Fußballpause).
Neues Saison, neues Glück
Zu Beginn der zweiten Jahreshälfte konnten wir zunächst mehrere Neuzugänge in unseren Reihen begrüßen: Noah Ley (SV Aschwarden), Sören Sperling (TSV Fischerhude-Quelkhorn), Tom Dias und Julian Obst (beide eigene Jugend JFV Staleke U19) und Co-Trainer Lars Janssen (eigene 1. Herren).
Nach einer mehr oder weniger erholsamen Sommerpause startete die Vorbereitung bereits recht früh, Anfang Juli, um gut gerüstet in die neue Saison zu gehen. Schon nach nur wenigen Trainingseinheiten stand mit der Sportwoche in Ohlenstedt der erste Test auf dem Programm. Aufgrund der damaligen Personallage entschied sich das Trainerteam dazu, mit der Mannschaft eine neue taktische Ausrichtung einzustudieren. Diese stellte eine Weiterentwicklung der Spielweise aus der Vorsaison dar und sollte vor allem durch ihre hohe Flexibilität den Anforderungen der Liga gerecht werden. Entsprechend wurde diese neue Taktik bereits in Ohlenstedt erstmals in der Praxis erprobt.
Allerdings zeigte sich recht schnell, dass die Umsetzung dieser Spielidee mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden war. Trotz intensiver Trainingsarbeit hielt der Trainer zunächst an dem neuen System fest, da es grundsätzlich gut zur Liga passte und vielseitige Möglichkeiten bot. Doch auch zahlreiche Trainingseinheiten, zwei absolvierte Sportwochen in Ohlenstedt und Aschwarden, mehrere Testspiele sowie ein Pokalspiel reichten letztlich nicht aus, um die Taktik erfolgreich zu verinnerlichen – sei es aufgrund fehlender Automatismen oder schlichtweg, weil nicht die passenden Spielertypen zur Verfügung standen.
Die Ergebnisse in der Vorbereitung spiegelten diese Probleme wider. In beiden Sportwochen schieden wir bereits in der Gruppenphase aus, aus fünf Freundschaftsspielen konnte lediglich ein Sieg erzielt werden und im Pokalspiel gegen den Absteiger aus der Bezirksliga der Vorsaison, dem TSV Geversdorf, mussten wir eine deutliche 1:6-Niederlage hinnehmen.
Da der Saisonstart nun unmittelbar bevorstand und der Erfolg mit der neuen taktischen Ausrichtung ausblieb, entschied man sich kurzfristig dafür, zunächst mit der bewährten Taktik in die Saison zu gehen, mit der wir die vergangene Spielzeit beendet hatten. Doch auch mit dieser vermeintlich besser passenden Spielweise verlief der Auftakt in die neue Saison alles andere als optimal. Zwar starteten wir – wie bereits in der Saison 2024/25 – mit einem Sieg, anschließend folgten jedoch drei Niederlagen, die allesamt vermeidbar und besonders ärgerlich waren.
In der Folge zeigte die Mannschaft jedoch erneut Moral und knüpfte an die positive Entwicklung der Vorsaison an. Es ging wieder bergauf, und in den darauffolgenden Spielen konnten überwiegend Siege eingefahren werden. Nach den ersten vier Saisonspielen holten wir aus den verbleibenden zwölf Partien bis zur Winterpause starke acht Siege, zwei Unentschieden und mussten lediglich zwei weitere Niederlagen hinnehmen.
Somit überwintern wir auf dem fünften Tabellenplatz mit 29 Punkten sowie einem positiven Torverhältnis von 31:18 Toren.
An dieser Stelle möchten wir uns bei unseren Sponsoren KFZ-Sachverständigenbüro Deniz Kizilyel, Physiotherapie Anke Schumacher, ALBEHORN, VGH Matthias Laartz & Karsten Baumgarten und KD Überdachung GmbH bedanken. Vielen Dank für die Unterstützung!
Ein besonderer Dank gilt auch unserer I. und III. Herrenmannschaft. Gerade im November, als unser Kader aufgrund von Verletzungen und urlaubsbedingten Ausfällen stark dezimiert war, konnten wir uns stets auf ihre tatkräftige Unterstützung verlassen. Dafür sagen wir noch einmal ausdrücklich: Danke!
Kader: Lukas Beckfeld, Luca Brünjes, Yannik-Dan Dieckmann, Janis, Dobkowitz, Jonas Hagenah, Leif Hasselbring, Jan-Eric Korten, Tarik Kriete, Marvin Oppermann, Noah Ley, Tom Dias, Julian Obst, Tjark Hahlbom, Sören Sperling, Joel Beisert, Jonas Knoblauch, Axel France, Simon-Tim Schoof, André Stüßel, Nick Tejer, Tim von Oesen und Kilian Wrieden
Trainer: Andreas Preßel
Co-Trainer: Lars Janssen
Teammanagement: Lukas Beckfeld und Jan-Eric Korten
Bis dahin!
Eure „Zwote“
verfasst von Tarik Kriete und Nick Tejer
